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Der professionelle Umgang mit Ausnahmespielern wie Mbappe und Neymar!

Der professionelle Umgang mit Ausnahmespielern wie Mbappe und Neymar!

Der professionelle Umgang mit Ausnahmespielern wie Mbappe und Neymar!

Sie lösen 1 vs 3 Situation, spielen die unmöglichen Pässedurch die Schnittstelle, gehen im Tempodribbling an mehreren Gegnern vorbei, lassen Gegenspieler verzweifeln, spielen mit Mut und Risiko, machen das entscheidende Tor in der letzten Minute und stechen mit ihren technischen Qualitäten in der Mannschaft einfach heraus.

Die Ausnahmespieler, werden von Zuschauern, Mit- und Gegenspielern, Scouts und von Trainern für ihre Leistung auf dem Platz bewundert! Aber wer sind diese Ausnahmespieler eigentlich und warum haben wir davon nicht noch mehr?

Jeder Trainer kann sich glücklich schätzen so einen Ausnahmespieler in seiner Mannschaft zu haben und ihn weiter verbessern zukönnen. Sicher hast du auch einen, der mit seinen Qualitäten heraussticht. Zunächst muss man die Qualitäten eines Spielers jedoch richtig erkennen. Es gibt Spieler bei denen wir Trainer unterschiedlicher Meinung sind, wenn es um seine Qualitäten geht. Warum sind die Meinungen anders? Weil unterschiedliche Trainer auch unterschiedliche Vorstellungen vom Fußball haben und damit andere Anforderungen an die Spieler. Den einen TOP-Spieler erkennen aber alle. Der eine, der den Unterschied macht, der eine, den man sich für seine Mannschaft wünscht.

Mal angenommen du hast diesen Ausnahmespieler in deiner Mannschaft. Einer mit Straßenfußballer-Qualität. In unserer Wunschvorstellung sind das auch die Spieler die eine herausragende Persönlichkeit haben und taktisch auf dem besten Stand sind. Wenn Du wirklich so einen hast, ruf mich an, den Spieler möchte ich persönlich kennenlernen! Manchmal sind die Spieler mit den Ausnahmequalitäten jedoch nicht die einfachsten für die Trainer. Schauen wir es uns an:

Taktik

Ausnahmetalente haben häufig in der Offensive ihre Stärken. Sie kreieren besondere Situationen. Defensiv fordern Trainer absolute Disziplin in der jeweiligen taktischen Vorgabe und da fällt der Kreativspieler gerne mal durchs Raster. Was jetzt nicht passieren darf, ist den Spieler in ein starres Konzept zu pressen, da das zwar der defensiven Grundstabilität helfen kann, dadurch jedoch die kreativen Gedanken unterdrückt werden. Klar ist dir Ergebnis des Spiels wichtig, noch wichtiger ist jedoch, dass Lösungen gefunden werden, die beide Dinge vereint, denn eine Kooperation ist extrem produktiv.

Technik

Die Ausnahmespieler haben vielfach eine herausragende Technik, die sie situationsbedingt richtig einsetzen. Bei reinen Technikübungsformen sehen diese technischen Abläufe vielleicht gar nicht mehr so sauber aus. Im Spiel findet der Spieler intuitiv die richtige Handlung, in der Übungsform denkt er zu viel über den richtigen Ablauf nach. Klar, coache ihn, damit er besser wird, aber sei dir auch bewusst, dass der richtige Bewegungsablauf in einer Übungsform nicht so wichtig ist, wie der richtige Bewegungsablauf unter Zeit-Gegner- und Raumdruck.

Spiel- und Übungsformen

Mittlerweile dürfte uns auch klar sein, was der Kreativspieler mehr liebt. Wettkämpfe, Drucksituationen, Herausforderungen in Spielformen sollten generell einen sehr hohen Stellenwert im Training haben. Auch hier kannst du deinen Kreativspieler ganz individuell weiter fordern durch weitere Provokationsregeln wie z.B.: Spiel mit mindestens 3 Kontakten, keine Querpässe, „Spiel und Geh“ als Pflicht im letzten Drittel.

Disziplin

Es kann auch durchaus sein, dass Kreativspieler einen eigenen Kopf haben und auch so mit Undiszipliniertheiten auffallen. Trainer müssen diesen Spielern Disziplin beibringen. Diese sollte sich jedoch in einem gemeinsam definierten Rahmen befinden in dem sich der Spieler bewegen darf. Auch muss unterschieden werden zwischen Gehorsamkeit und Selbstdisziplin. Während ersteres das Fügen oder sogar Drill ist und dies auch Spieler einschränkt und sogar zu schlechter Stimmung im Team führen kann, sollte der Trainer Selbstdisziplin vermitteln. Dafür kann der Trainer in einem Gespräch herausfinden welche Ziele der Spieler hat. Durch das Bewusstmachen der Ziele und der Unterstützung des Trainers kann der Spieler so Selbstdisziplin erlernen, wenn er sein Ziel wirklich erreichen möchte.  

Sicher gibt es noch weitere spannende Punkte die man in derArbeit mit einem Ausnahmespieler beachten sollte, trotzdem möchte ich auch hier nochmal kurz den Blick auf den Trainer richten:

  1. Der (potentielle) Ausnahmespieler in deiner Mannschaft ist vielleicht der kleinste. Setze auf ihn, statt auf körperlich starke aber weniger gute Spieler.
  2. Als Trainer musst Du die Weitsicht haben durch welche Maßnahmen du die Kreativität weiter förderst und durch welche Du diese killst.
  3. Ein Trainer ist auch Pädagoge. Lege einen Disziplin-Rahmen fest und erarbeite die Ziele des Spielers heraus um seine Selbstdisziplin zu entwickeln.
  4. Durch kreative Lösungen besteht die erhöhte Gefahr von Fehlern. Lasse sie zu, korrigiere sie und zeige Lösungsalternativen auf.

Ausnahmespieler brauchen das Vertrauen, dass sie „einfach machen dürfen“ auf dem Platz. Gib ihnen die Freiheit, denn dadurch werden sie besser. Das heißt nicht, dass du sie nicht coachen sollst, sondern ihnen weitere Handlungsalternativen aufzeigst. Wir brauchen kreative Spieler, daher fordere Kreativität ein. Es bringt dich, deine Mannschaft und deinen Ausnahmespieler weiter!

Viel Spaß im nächsten Training!

Euer Tammo

Tammo Neubauer

Seit seinem 14 Lebensjahr steht Tammo schon als Trainer auf dem Platz. Dabei hat er immer darauf geachtet sich stets weiterzubilden. Mit seinem Gründergeist den er nun mit RESWITCH erstmals auslebt möchte er Trainern helfen kognitive Fähigkeiten spielnah zu trainieren.

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